Alle Beiträge von Metin Yilmaz

Herr X und Frau Y

Bei dem Begriff „Akteur“ denken die älteren unter uns eher an Schauspieler. Heute wird der Begriff auch für „sozial Handelnde“ benutzt. Gemeint ist ein

„Handeln“ (Tun, Dulden oder Unterlassen), das für den Handelnden (den „Akteur“) mit „Sinn“ verbunden ist [wikipedia.de]

In diesem Sinne, und wir meinen die alte und die neue Benutzung des Wortes „Akteuer“, möchten wir Ihnen in loser Folge unsere „Schauspieler“ vorstellen, ohne die es eine „Aktion Buntes Kreuzberg“ vielleicht nur als eine gute „Idee“ gegegeben hätte. Das Alter der Akteure reicht, ohne Übertreibung, von 8 bis 80 und ist wirklich „bunt“.

Bis bald…

Ein Ort für Begegnungen

Ein Ort für Begegnungen – 30 Jahre interkulturelle Arbeit in Berlin Kreuzberg: Das AWO Begegnungszentrum in der Adalbertstrasse

Das Begegnungszentrum des AWO Landesverbands Berlin e.V. ist seit über 30 Jahren mit Beratungsstelle im Bereich Migration und Integration, Freizeitbereich und Bildungsangeboten für MigrantInnen und Deutsche in Kreuzberg aktiv. Das Begegnungszentrum ist im Gemeinwesen verankert, bietet seine Dienste überbezirklich an und ist bundesweit wie auch international vernetzt.

Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite des Begegnungszentrums.

Wilkommen im Bunten Kreuzberg!

Auch wenn Sie nicht in Berlin wohnen, haben Sie sicher schon vieles über diesen Berliner Bezirk gehört. Und wahrscheinlich eher Negatives.

Dabei ist Kreuzberg einer der lebendigsten Bezirke Berlins, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft gerne wohnen und sich hier wohl fühlen.

Viele Kreuzberger sind auch bereit, sich für ihr Umfeld zu engagieren. So entstand die Idee zu „Buntes Kreuzberg“.

Schauen Sie sich um, es gibt viel zu entdecken in Kreuzberg…

Bunte Früchte für Buntes Kreuzberg

Eine Mitmachaktion an dem Berliner Freiwilligen Tag am 15. September 2007. Zubereitung von Marmelade mit Früchten der Saison.

Bunte Früchte für Buntes KreuzbergDie TeilnehmerInnen werden eingeladen, Obst zu schneiden und zu entkernen. Sie beschriften, etikettieren und dekorieren auch die Marmeladengläser. Marmelade wird zum Spendenpreis angeboten und der Erlös geht an eine karitative Einrichtung. Tee, Kaffee, Marmeladenbrote und Kuchen gibt es zum Selbstkostenpreis.

Um 14.00 Uhr wird es für interessierte TeilnehmerInnen eine Führung durch den Bethanienkomplex und Mariannenplatz geben.

Aber auch diesmal lassen sich einige Anwohner nicht nehmen, gewappnet mit Kehrer und Besen, ihre Umgebung schöner zu gestalten und nach dem Wohlbefinden der Pflanzen zu schauen.

Die Veranstaltung findet mit Unterstützung des Seniorenamtes Freidrichshain-Kreuzberg statt.

Dokumentarfilm "Bilderbuch: Berlin-Kreuzberg", Juni 2007

Quelle: DasErste.de/rbb

Im Rahmen der Sendereihe „Bilderbuch Deutschland“ hat rbb am 03.06.2007 einen Film von Grit Lederer über Berlin-Kreuzberg gesendet (Wiederholungenen auf 3sat am 29.10.2007 und Phönix am 09.11.2007).

Zu dem Filmbeitrag wurde auf den ARD/rbb Internetseiten eine Reportage über Berlin-Kreuzberg veröffentlicht.

In dem Beitrag findet vor allem auch SO 36 und seine „multikulturelle Alternativkultur“ Erwähnung:

„Heute leben in Kreuzberg zu einem Drittel Migranten, Menschen aus über 50 Nationen. Diese außergewöhnliche multikulturelle Atmosphäre spiegelt sich auch in dem bunt gemischten Angebot an Geschäften, Bars und Restaurants aus aller Welt.“

„Vor allem die hier aufgewachsenen Kinder der Migranten bemühen sich mit kreativem Engagement um ein neues Image des Bezirks: Sie wehren sich gegen die Attribute wie Randalebezirk, sozialer Brennpunkt oder Drogenumschlagplatz.

Typisch für diese neue Generation ist Wafaa Khattab, deren Eltern als palästinensische Flüchtlinge vor über 30 Jahren nach Kreuzberg kamen. Heute bietet die junge Frau Stadtführungen an, bei denen sie Jugendlichen ihr Kreuzberg zeigen will. Sie ermöglicht sonst verborgene Perspektiven und hofft, somit Vorurteile abbauen zu können.“

Zu dem Beitrag auf den Internetseiten veröffentlichte der Sender auch eine Linkliste ausgesuchter Adressen im Zusammenhang mit dem Bezirk.

Wir haben uns natürlich sehr gefreut, dass auch unsere private Internetseite über „Aktion Buntes Kreuzberg“ mit in diese Linkliste aufgenommen wurde.

AWO-Panorama 2/2007, Seite 4. Große Anerkennung für Projekt des AWO-Begegnungszentrum Adalbertstraße

AWO-Panorama 2/2007, Seite 4

Berliner Tulpe fürs Bunte Kreuzberg

Große Anerkennung für Projekt des AWO-Begegnungszentrum Adalbertstraße

AWO-Panorama 2/2007, Seite 4Anfang 2006 wurde die „Berliner Tulpe“ ausgelobt, ein Preis für „Deutsch-Türkischen Gemeinsinn“, ausgeschrieben von Radyo Metropol FM, der Senatskanzlei, dem Integrationsbeauftragten, der Werkstatt der Kulturen und finanziert durch die Körber-Stiftung, deren Hamburger Tulpe als Vorbild diente. Die Tulpe ist dabei ein Symbol gelungener Integration. Sie stammt nämlich nicht aus Holland, sondern kam im 16. Jahrhundert im Gepäck eines Gesandten an den Wiener Hof und ist heute in vielen Gärten Europas zu Hause.

Unter 27 Beiträgen aus ganz unterschiedlichen Bereichen ermittelte eine hochrangig besetzte Jury drei Preisträger. Mit dem 1. Preis wurde das Theaterprojekt Diyalog e.V. ausgezeichnet, der geteilte 2. Preis ging an den Freundeskreis der Lemgo-Grundschule und an die Aktion „Buntes Kreuzberg“.

Die Preisverleihung fand am 11.Dezember im großen Saal des Roten Rathauses statt. Die Laudatio für die Preisträger hielt das Jurymitglied der „Berliner Tulpe“, Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Rita Süßmuth, und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit überreichte die Preise. Für die Aktion „Buntes Kreuzberg“ nahm Filiz Müller-Lenhartz den Preis entgegen und dankte für das Begegnungszentrum und die vielen beteiligten Ehrenamtlichen für die hohe Auszeichnung.

Die Aktion „Buntes Kreuzberg“ entstand 2001 auf Initiative von MitarbeiterInnen und Ehrenamtlichen des AW0- Begegnungszentrum Adalberstraße.Unter dem Motto „Buntes Kreuzberg putzt sein Zuhause“ wurden Nachbarn, umliegende Schulen, Kirchengemeinen und Moscheen angesprochen, sich an einer Putzaktion im Kiez zu beteiligen. Vor allem die türkische Seniorengruppe leistete dabei viel Überzeugungsarbeit, wobei sie von anderen türkischen aber auch deutschen, spanischen, und polnischen Besuchern der Begegnungsstätte unterstützt wurde.

Nachdem es im ersten Jahr allen viel Spaß gemacht hatte, wurden die Putzaktionen mit Unterstützung der BSR in den folgenden Jahren wiederholt. Bei der letzten Aktion im September 2006 zogen gleich mehrere Gruppen putzend durch den Kiez, entfernten Graffittis, pflanzten Blumen und machten an verschiedenen Stationen halt, um Historisches über ihren Stadtteil zu erfahren. Zum Abschluß trafen sich die Teilnehmer auf dem Mariannenplatz: Kinder und Jugendliche, Künstler und Kommunalpolitiker, deutsche und türkische Senioren. Und weil dieses wirkliche Kreuzberger Volksfest so gelungen war, und weil das Preisgeld der „Berliner Tulpe“ für die Fortführung der Aktion verwendet werden muss, können sich alle, die dabei waren, schon auf ein nächstes Mal freuen.

Link zu der PDF-Datei: AWO Panorama 2/2007, Seite 4. Artikel über Buntes Kreuzberg

taz Interview "Wir bringen Buntes zusammen" vom 14.12.2006

Quelle: taz vom 14.12.2006 / Interview Alke Wierth

Der Integrationspreis „Berliner Tulpe“ geht auch an das AWO-Projekt „Buntes Kreuzberg“. Teilweise seien die Vorstellungen über den Bezirk haarsträubend falsch, sagt Initiatorin Filiz Müller-Lenhartz

INTERVIEW ALKE WIERTH

taz: Frau Müller-Lenhartz, was ist die „Aktion Buntes Kreuzberg? Ist Kreuzberg nicht bunt genug?

Müller-Lenhartz: Bunt schon, aber nicht gemeinsam bunt. Wir bringen das Bunte zusammen, damit es ein gemeinsames wird.

Wen bringen Sie zusammen?

Alle Anwohner: alte und junge jedweder Herkunft. Und auch Leute, die Kreuzberg mögen, aber anderswo wohnen. Zu uns kommen Menschen türkischer und griechischer, deutscher und spanischer, iranischer, polnischer, bosnischer und kroatischer, auch russischer beziehungsweise jüdischer Herkunft.

Und wie bringen Sie die zusammen?

Indem wir einen gemeinsamen Nenner finden. Und der heißt Kreuzberg. Wir machen Touren und Führungen durch den Bezirk, seine Museen, seine verschiedenen Gotteshäuser. Wir feiern gemeinsam und wir machen unsere jährliche Kiez-Putz-Aktion. So entsteht ein Dialog. Für mich ist immer wieder faszinierend, wie groß die gegenseitige Neugier ist. Viele unserer Besucher sind ja zeit ihres bisherigen Lebens nicht viel in Kontakt zu Deutschen, zu Menschen anderer ethnischer Herkunft oder Religion gekommen. Die Älteren haben gearbeitet, sie haben sich um ihre eigene Familie gekümmert. Nun können sie hier ganz neue spannende Erfahrungen machen.

Was bedeutet Kreuzberg Ihnen persönlich?

Es ist mein Zuhause: ein Ort, an dem man sich wohlfühlen kann, mit südländischer Atmosphäre und voller herzerfrischender Nischen: nette Nachbarschaften, nette Läden, tolle Projekte.

Derzeit wird Kreuzberg in ganz anderen Farben diskutiert: als No-go-Area für die Polizei, als Bezirk, in dem die Herrschaft renitenter junger Zuwanderer quasi kurz bevorsteht …

Vorfälle wie den im Wrangelkiez oder an der Eberhard-Klein-Schule ignorieren wir nicht. Wir leben ja mittendrin in diesem Kiez, und hier gibt es eben viele Probleme wie Armut, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit der Jugendlichen. Trotzdem sind die Vorstellungen, die außerhalb des Bezirks über Kreuzberg bestehen, teilweise haarsträubend falsch. Ich habe mich hier nie bedroht gefühlt. Unsere Senioren und Seniorinnen fühlen sich teilweise auf der Straße abends nicht sicher. Das betrifft aber vor allem die, die von außerhalb des Bezirks zu uns kommen. Denen ist die Szenerie beispielsweise des Kottbusser Tors nicht vertraut. Das macht ihnen Angst, wenn da Drogenabhängige herumstehen.

Denen, die glauben, solchen Problemen mit interkulturellem Dialog und interreligiösen Festen begegnen zu können, wirft man heute gerne Naivität und Blauäugigkeit vor.

Ich glaube nicht, dass wir blauäugig sind. Gerade weil es alle diese Probleme gibt, weil nicht alles eitel Sonnenschein ist, muss man die Gelegenheit zu solchen Begegnungen schaffen. Nur so kann man das friedliche Zusammenleben stärken. Und so schlimm die Lage auch ist: sie ist ja in allen Familien, die zu uns kommen, ähnlich – egal, welcher Herkunft oder welcher Religion. Wenn die Menschen das sehen und begreifen, ist schon viel gewonnen. Und außerdem: Man darf auch in einem harten Überlebenskampf nach ein bisschen Spaß suchen. Das versuchen wir hier.

Heute bekommt Ihr Projekt die Berliner Tulpe und damit ein Preisgeld von 2.500 Euro. Haben Sie sonst noch Wünsche?

Ja. Ich wünsche mir, dass unser Begegnungszentrum in der Adalbertstraße und unser Team, mit dem wir seit Jahren zusammenarbeiten, erhalten bleibt.

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Rathaus aktuell, Berliner Tulpe: Wowereit Gastgeber der Preisverleihung, vom 11.12.2006

Quelle: Rathaus aktuell, Meldung vom 11.12.2006

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit war am Abend des 11. Dezember 2006 Gastgeber der Preisverleihung der Berliner Tulpe. Wowereit sagte in seiner Begrüßungsansprache im großen Saal des Roten Rathauses, dass eine Stadt wie Berlin von der Vielfältigkeit der Kulturen lebe. Oft stünden nur die Probleme der Integration im Vordergrund und nicht das Potenzial, welches sich aus dem Miteinander unterschiedlicher Nationen ergebe. Integration heiße Brücken schlagen, jeder solle seine Identität behalten. Vielfalt sei keine Bedrohung, sondern Bereicherung, unterstrich Wowereit.

Rathaus aktuell: Wowereit Gastgeber der Preisverleihung Berliner TulpeDie Preise gingen alle an Kreuzberger Projekte. Den ersten Platz belegte der Verein Diyalog, der jährlich das gleichnamige Theaterfest ausrichtet. Der zweite Preis wurde geteilt. Die Auszeichnung erhielten die Aktion „Buntes Kreuzberg“ und der Verein der Freunde der Lemgo-Grundschule in Kreuzberg.

27 Projekte, die von deutschen und türkischstämmigen Berlinern betrieben werden, haben sich nach Angaben des Senats um die „Berliner Tulpe“ beworben. Eine Jury unter Vorsitz des Integrationsbeauftragten Günter Piening entschied über die Sieger.

Berliner Tulpe für "Buntes Kreuzberg"

Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat am Montag, den 11.12.2006 um 18.00 Uhr im Berliner Rathaus die Preise überreicht. Alle drei Preisträger sind in Kreuzberg aktiv.

Die Berliner Tulpe für den Deutsch-Türkischen Gemeinsinn – ein Preis von Radyo Metropol FM, der Senatskanzlei Berlin, dem Beauftragten des Senats für Integration und Migration und der Werkstatt der Kulturen im Wert von 10.000 Euro und gestiftet von der Körber-Stiftung ist 2006 zum ersten Mal in Berlin ausgeschrieben worden und 27 Projekte und Vereine hatten sich beworben.

Die Jury bildeten Günter Piening (Beauftragter für Integration und Migration des Senats von Berlin), Prof. Dr. Rita Süssmuth (Bundestagspräsidentin a. D), Edzard Reuter (ehem. Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG), Reinhild Winkler (Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Berlin), Tanja Wedhorn (Schauspielerin), Nihat Sorgeç (Geschäftsführender Gesellschafter des Bildungswerk in Kreuzberg GmbH), Emine Sevgi Özdamar (Autorin und Kleist-Preisträgerin 2004), Bahattin Kaya (Vorstandsvorsitzender der Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg e.V), Murat Topal (Comedian) und Idil Üner (Schauspielerin).

Die beiden zweiten Preise gehen an den Verein der Freunde der Lemgo – Grundschule e. V. und die Aktion „Buntes Kreuzberg“.

Den ersten Preis erhält Diyalog e.V., Verein für kulturellen Austausch, der seit 11 Jahren ein internationales Theaterfestival in Berlin organisiert und mit dem wir auch in diesem Jahr im Rahmen des Diyalog Strassenkinder-Projekts kooperiert haben.

Wir freuen uns sehr, diesen Preis mit zwei weiteren engagierten Projekten aus Kreuzberg und stellvertretend für alle Haupt- und Ehrenamtlichen TeilnehmerInnen der Aktion „Buntes Kreuzberg“ entgegennehmen zu dürfen.