Teil 2 – Die Entwicklung

Auch 2002 gab es eine Putzaktion. Und 2003 kamen am 25. Mai mehr als 90 Menschen in Kreuzberg zusammen, die Altersspanne reichte von 8 bis 82.

Der Wunsch vieler Teilnehmer vorangegangener Aktivitäten war, die Aktion durch Vernetzung mit wichtigen Institutionen im Bezirk zu etablieren und regelmäßig stattfinden zu lassen. Wir haben insbesondere mit Schulen, Vereinen, Wohnungsbaugesellschaften, Geschäftsleuten, Parteienvertretern, Medien und mit Abteilungen des Bezirksamtes in Friedrichshain-Kreuzberg kooperiert.

Die Organisatoren gingen bei den Vorbereitungen der Aktion im Mai 2003 verstärkt in die Schulen, um auch jüngere TeilnehmerInnen zu gewinnen. Das fand auch den Zuspruch der älteren in der Gruppe, die so auch begeisterte junge Zuhörer für Ihre Geschichten aus dem Kiez fanden. Die Regenbogen-Buchhandlung am Kottbusser Tor, das Projekt Soziale Gruppenarbeit vom AWO Begegnungszentrum, eine Schülergruppe vom Jens-Nydahl-Grundschule und eine Kindergruppe vom Kotti e.V. beteiligten sich mit insgesamt mehr als 30 Kindern.

Zum ersten Mal nahmen auch viele Mitglieder des Jüdischen Kulturvereins, eines unserer regelmäßigen Kooperationspartner aus dem Nachbarbezirk Berlin Mitte, aktiv an der Aktion teil.
Viele ältere Teilnehmer hatten wir für die Idee begeistern können, in den Pausen Geschichten aus ihrem Leben, also aus dem „Kreuzberger Kiez“ zu erzählen. Für die Besucher aus Berlin Mitte gab es vor der Putzaktion auch einen kurzen „Kiezspaziergang“.

Als Erfolg werteten alle Teilnehmer insbesondere das gemeinsame Handeln und die Verständigung zwischen Kindern, Jugendlichen und den älteren Bewohnern des Bezirkes. Zu der guten Stimmung trug auch die Unterstützung einiger Cafes im Stadtteil bei, die die Teilnehmer während der Aktion mit Getränken und danach mit einem Buffet im Garten des Begegnungszentrums belohnten.

Auch das Medienecho war ein Erfolg: Die Berliner Abendschau sendete noch am selben Abend einen Filmbeitrag über unsere Aktion und das Museum Europäischer Kulturen in Berlin Dahlem stellte im Rahmen der Ausstellung „MigrationsGeschichte(n)“ als Teil des europäischen Projektes „Migration, Work and Identity“ vom Juli 2003 bis Februar 2004 auch unsere Aktion vor.